Unsere Anlage

Einige Daten zu unserer Reitanlage 

  • Baujahr: 1995 bis 1996
  • Einweihung Reitanlage: 25. 08. 1996
  • Halle: 25.00 x 65.00 m
  • Tribünenplätze: ca. 230 Pers.
  • Restaurant: ca. 70 Pers.
  • Aussenplatz Total 66 / 70 m davon Sand 25 / 66 m - Wiese 45 / 66 m
  • Sandplatzneubau 2001 (Holzschnitzel ersetzt mit Quarzsand)
  • Neuer Hallenboden 2003
  • PV Anlage auf dem ganzen Dach Besitzer EKZ 2014
  • Neuer Hallenboden Ebbe Flut System 2015
  • Renovation Restaurant 2016
  • Neubau Aussenplatz Ebbe Flut System 2017

Verantwortliche Personen

VON DER ALTEN REITHALLE ZUR REITANLAGE LÄGERN

(von Hansruedi Graf, Arbeitsgruppe Reithalle, Präsident Baukommission 1993 - 1997)

1993: Gross war der Schreck, als plötzlich und gänzlich unerwartet die alte Reithalle bei der BMW einzustürzen drohte: Die Holzträger waren gerissen, und die Seitenwände bogen sich bedrohlich nach aussen. Am Eingangstor hing ein Anschlag: Wegen Einsturzgefahrgeschlossen!. Die alte Reithalle 1952 durch den Reitbahnverein Dielsdorf erstellt, hatte ausgedient. Die fachmännische Beurteilung des Schadens ergab: Reparatur schwierig und zu teuer.

Eine Arbeitsgruppe analysierte alle Möglichkeiten, vom Neubau am gleichen Platz bis zur modernen Pferdesportanlage irgendwo in der Region Dielsdorf. Die Mitglieder des Reitbahnvereins waren nicht leicht zu überzeugen, dass ein Verkauf der alten Liegenschaft ohne Ersatzbeschaffung einer Liquidation des Kavallerievereins gleichkomme, denn da gabs in einigen Hinterköpfen immer noch den Gedanken der "Versilberung"? der Anteilscheine... Schliesslich setzte sich bei den Mitgliedern beider Vereine eine Lösung durch: Bau einer neuen Reitanlage im Baurecht auf Gemeindeland im Erholungsgebiet "Twärwiesen".

Am 29. Mai 1995 unterstützte die a.o. Generalversammlung des Reitbahnvereins mit grossem Mehr die Anträge der Arbeitsgruppe: Verkauf der alten Liegenschaft, Kauf von rund 2000 m2 Land in den Twärwiesen, Baurechtsvertrag mit der Gemeinde Dielsdorf, Pachtvertrag mit dem KVD, Verkauf von 250 neuen Anteilscheinen zu je 1'000 Franken, das Anteilschein-Reglement und schliesslich: Bewilligung eines Kredites von 1'150'000 Franken zum Bau der Reitanlage Lägern Dielsdorf. Zur Mitgliederinformation diente das "Extra- Cavaletti" vom Mai 1995 mit allen relevanten Vereins-, Vertragsund Bauunterlagen. Das Projekt "Lägern" umfasste auf rund einer Hektare Land die Reithalle, den Allwetterplatz, die Concourswiese und Parkplätze - eigentlich alles, wie sich die Anlage heute präsentiert. Die Kosten von ursprünglich 1'150'000 Franken sollten wie folgt finanziert werden: Verkaufserlös alte Liegenschaft 690'000 Franken, Verkauf neue Anteilscheine 200'000 Franken, Sponsorenbeiträge 75'000 Franken, Sport-Toto-Beitrag 100'000 Franken und Frondienstleistungen 85'000 Franken. Dabei galt das Prinzip, dass zusätzliche Finanzierungsbeiträge zu den Kosten hinzugerechnet werden dürfen. Dies war dann auch der Fall: Die Schlussrechnung zeigte Totalkosten von 1'306'000 Franken, welche mit Finanzierungsmitteln von 1'294'000 Franken gedeckt waren.

Die Baukommission mit Vertretern beider Vereine (Hansruedi Graf, Präsident; Patrik Walther, Hallenbau; Ruedi Schlatter, Finanzen; René Zosso, Erschliessung; Werni Burri, Eigenleistungen; Sandra Knecht, Sekretariat) hat bis zur Einweihung am 24./25.8.1996 ein grosses Arbeitspensum absolviert - die Baudokumentation umfasst 4 Bundesordner Dokumente, Verträge, Photos usw. Besonders beliebt, sehr informativ mit viel Insider-Themen, waren die "Lägern-Briefe" der Baukommission vom 12.7.1995 (Nr. 1) bis zum 12.1.1997 (Nr. 10) an die Vorstände beider Vereine. Die Lektüre ist vielleicht heute besonders interessant, und es kommt wiederholt zum Ausdruck, dass die Zusammenarbeit mit dem späteren Vorstand des Reitbahnvereins nicht immer ein "Zuckerschlecken" war. Erschwerend waren die Todesfälle von zwei liebenswerten Kameraden und Freunden, welche sich ausserordentlich für die "Lägern" eingesetzt haben: Hans Schlatter, früherer Präsident des Reitbahnvereins, und Ruedi Schlatter, Finanzchef der Baukommission. Sie beide hinterliessen Lücken, welche bis zum Projekt-Abschluss nicht geschlossen werden konnten. Es bleiben: Die positive Erinnerung an eine intensive, arbeitsreiche und verantwortungsvolle Aufgabe, und der nicht unberechtigte Stolz, für unseren Verein eine geeignete und von den Mitgliedern geschätzte Reitanlage geschaffen zu haben.